30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention - 50 Jahre Amt für heilpädagogische Frühberatung



Editorial des Veillard-Cybulski Forum folgend, von Sule Uregen, MIDE Praktikantin, 31. Januar 2019

2019 01 31 ED compte rendu veillard S UregenWort des Jahres 2013 und wahres Phänomen der Gesellschaft: Jede Sekunde werden 1'076 Selfies auf der ganzen Welt aufgenommen. Dieser Trend ist nicht ohne Risiko, da 2015 Selfies mehr als Haiattacken getötet haben.

Jeden Tag verbinden sich mehr als 175.000 Kinder zum ersten Mal mit dem Internet, und nach der Demokratisierung von Smartphones sind Kinder unvermeidlich dem globalen Trend der Selfies ausgesetzt. Am 6. November 2018 veranstaltete die Veillard-Cybulski Fund Association zu diesem Thema ein Diskussionsforum mit dem Titel «Sexy, mein Selfie! Flirten mit Normen und den Grenzen der Privatsphäre: Achtung, gefährlich...». Auch wenn niemand die erheblichen Vorteile neuer Technologien bestreiten kann, birgt die Verwendung von Bildern im Internet immer auch Risiken und Gefahren, die niemand verneinen kann.

Neugierig, ihre Körper zu entdecken, spielten Kinder früher in ihrem Zimmer Arzt. Mit der Einführung neuer Technologien, wurden laut Elizabeth Milovidov, Beraterin für elektronische Sicherheit, diese sexuellen Spiele, die Teil der psycho-sexuellen Entwicklung des Kindes sind, in eine Welt transportiert, die keine Grenzen kennt: die der sozialen Netzwerke, wo die Verbreitung des pornographischen Bildes eines Kindes sehr breit und schnell und ohne sein Wissen erfolgen kann. Kritisches Denken und Gefahrenerkennung sind in der Kindheit noch nicht voll ausgebildet. Die Beraterin betonte die entscheidende Bedeutung des Dialogs mit diesen jungen Menschen, den Digital Natives, die Funktionsweisen und Inhalte der sozialen Netzwerke verstehen, von denen die meisten Erwachsenen keine Ahnung haben. In diesem Sinne erinnert der Jugendrichter, Eduardo Redondo, daran, dass die Hauptziele der Jugendgerichte darin bestehen vorbeugend zu wirkend. Die Jugendlichen sollen sensibilisiert und befähigt werden die Folgen zu erkennen, die ihre Online-Aktivitäten haben können, anstatt zu kriminalisieren oder zu moralisieren. In der Schweiz will der Bundesrat aktiv für die Sicherheit des Landes gegen Bedrohungen aus dem Cyberspace sorgen. Den besonders Kinder halten sich viel dort auf. Zu diesem Zweck hat der Bundesrat im April 2018 die Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS) für die Jahre 2018 bis 2022 verabschiedet.

Junge Menschen wachsen heutzutage in einer grenzenlosen digitalen Welt auf, die keinen Raum für die Intimität des Einzelnen lässt, wo wir auf der Suche nach Perfektion und Anerkennung durch andere sind, wo wir sehen und gesehen werden wollen und wo die Filter der sozialen Netzwerke nun die Kriterien der Schönheit festlegen.

pdfVorlage von Elizabeth Milovidov am Veillard-Cybulski Forum 2018 (au Französisch)

Galerie

Bild des Editorials: Richard Ricciardi, flickr/cc

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