30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention - 50 Jahre Amt für heilpädagogische Frühberatung



Bericht von Sule Uregen, MIDE Praktikantin, 17. Januar 2019

2018 11 20 visuel dAm 13. und 14. November 2018 hat das Internationale Institut für die Rechte des Kindes mit Unterstützung der Stadt Genf das Treffen über die Kinderbeteiligung im Internationalen Konferenzzentrum in Genf (CICG) organisiert, um die Erfahrungen mehrerer Fachleute aus dem Bereich der Kinderbeteiligung zusammenzutragen. Besonders Rücksicht wurde auf Kinder in verwundbaren Situationen genommen.

Der Artikel 12 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes bestimmt zwei zusammengehörende und unteilbare Vorschriften: einerseits, die Pflicht Kinder anzuhören und andererseits, die Pflicht deren Meinung zu berücksichtigen. Um dies zu bewerkstelligen haben Erwachsene die Pflicht den Kindern den Raum und die Zeit zur Ausübung ihres Meinungsäusserungsrechts zu schaffen. Da jedoch die Verwirklichung dieser Rechte nur mühsam voranschreitet und die Hauptherausforderung die tatsächliche Wirksamkeit ihrer Meinung ist baten diese Treffen die Gelegenheit des Austauschs von Mitteln, Vorgehensweisen und Strategien, welche den Kindern angepasst sind und somit ihre Beteiligung fördern. Der Dialog und die Kommunikation mit den Kindern, um eine „Vertrauensbeziehung“ aufzubauen, so wie es der Walliser Abgeordnete Cédric Bonnébault vorgeschlagen hat, stellt bestimmt den ersten Schritt in Richtung Beteiligung dar. Zu diesem Zweck ist es notwendig Organismen wie etwa einen Jugendrat und einen Austausch mit der Politik zu schaffen, damit diese die Erwartungen und Bedürfnisse der Kinder bestmöglichst in die politische Entscheidfindung einbeziehen. Zeichnungen, Diskussionsgruppen, Wahlen, Gespräche und Fragebögen: die Beteiligungsinstrumente sind mannigfaltig und können an Kinder aller Altersklassen angepasst werden.

Ein Beispiel ist das Projekt Speak out!, welches von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) geschaffen wurde und den Zweck verfolgt die Beteiligung Jugendlicher ohne Aufenthaltsbewilligung , sowie unbegleiteter Minderjähriger zu verstärken. Diese Jugendlichen haben somit einen sicheren Ort um sich untereinander und mit Experten wie Anwälten, Vereinen und Politikern auszutauschen. Dieses Projekt gibt Ihnen ausserdem die Möglichkeit ihre Ansprüche den verantwortlichen Behörden durch u.a. Workshops zur Verfassung von Plädoyers oder Zeitungsartikeln bekannt zu machen.
Irland, ein gutes Beispiel bei der Teilnahme der Jugendlichen, verfügt über 34 lokale Jugendräte und ein nationales Parlament der Jugend. Nationale Anhörungen mit Kindern und Jugendforen werden auch oft vor politischen Entschlussfassungen vorgenommen. Dieses Recht stösst jedoch gegen Hindernisse wie Adultismus, Zeiteinschränkungen und die Repräsentativität der angehörten Jugendlichen. Die Vorteile der Teilnahme der Jugendlichen sind jedoch bedeutend. Sie ermöglicht es, die Politik und die Entscheidfindung in die Wirklichkeit der Kinder und Jugendlichen zu verankern und fördert somit die bürgerliche Teilhabe und Inklusion der Jugend.

Présentations des intervenants et documentation

pdfProgramm der Veranstaltung

pdfPaola Riva-Gapany, directrice de l'IDE
pdfBernard Gastaud, membre du CDE
pdfAline Sermet, Réseau suisse des droits de l'enfant
pdfShirley Martin, University College Cork, Irlande
pdfCédric Bonnébault, Délégué à la jeunesse du Valais
pdfGwendoline Guérin, Société de jeunesse de Vionnaz et Observatoire cantonal de la jeunesse
pdfPascale Camus, Doctorante en sciences de l'éducation, Conseillère pédagogique à l'ONE, Belgique
pdfMathilde Hofer, Conseil suisse des activités de jeunesse
pdfViviane Schekter, directrice Relais enfants parents romand
pdfChiona Perruchoud, stagiaire HES au Service cantonal de la jeunesse de Sion
pdfFrançoise Laville-Chappuis, Educatrice spécialisée MCR, Bulle
pdfLéa Meister, Conseil suisse des activités de jeunesse

pdfLectures sur la thématique de la participation

Mehr über die Veranstaltungen des IDE zum 20. November. 

Zum internationalen Tag der Kinderrechte (20. November) stehen auch pädagogische Unterlagen zur Verfügung.