Auf Anfrage der tschechischen NGO Česko-britská (tschechisch-britisch) unterhält das Internationale Institut der Kinderrechte (IDE) seit 2010 Programme zur Integration der Kinderrechte in Fachkräfteausbildungen in der Tschechischen Republik.

KONTEXT

Die schweizerische Bevölkerung hat sich in einer Volksabstimmung positiv für die humanitäre Hilfe und Kooperationsprojekte mit den neuen Mitgliedern der EU ausgesprochen. Zahlreiche NGOs der betroffenen Länder haben daher humanitäre Hilfsprojekte entwickelt und suchen Kollaborationen mit schweizerischen Akteuren.

Die Česko-britská o.p.s., mit Sitz in Brünn, hat zusammen mit dem IDE daher mehrere gemeinsame Projekte entwickelt. Insbesondere die Eingliederung der Kinderrechte in die Ausbildung von tschechischen Lehrenden mit den Schwerpunkten auf Roma-Kinder und die Situation von behinderten Kindern spielen hier eine wichtige Rolle.

DIE PROJEKTE

Ein erstes gemeinsames Projekt war die Implementation of the Best Practise Experience in Education of Children’s Rights in Switzerland into Protection of Children’s Rights in the Czech Republic in den Jahren 2010-2011. In diesem wurden pädagogische Kurse/Module für Bildungsfachkräfte in Tschechien nach einer spezifischen Methodologie entwickelt. Um dieses Unternehmen durchzuführen, haben die beiden Partnerorganisationen mehrere Etappen definiert. Darunter Besuche in der Schweiz, Zusammentreffen von Fachkräften, Recherche nach didaktischem Material und Seminare in Brünn. Für weitere Informationen besuchen die das  Forum.

Artikel auf der Seite der Schweizerischen Eidgenossenschaft:  L’intégration des droits de l’enfant dans la formation pédagogique et la sensibilisation du public en République tchèque.

Ein zweites gemeinsames Projekt: Rights of the child in school practice, betreffend die schulische Praxis, fand in 2012 statt. Daraus resultierte auch die kollektive Publikation Ways to School Respecting and Fullfilling the Rights of the Child.

Fotogalerie

Das dritte gemeinsame Projekt zwischen dem Česko-britská und dem IDE entstand in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Sozialdienst. Das Projekt begann am 1. Dezember 2013 und behandelt das Thema der Inobhutnahme von verlassenen Kindern (Problematisierung von zu wenig bis hin zur Überinstitutionalisierung). Seine englische Bezeichnung ist folgende: Innovation of social services and methodology of working with children and families at risk: new approaches and examples of good practice from Switzerland (CZE).

Das Projekt wird durch ein Methodenbuch unterstützt: Participation et nouvelles approches dans le travail avec les enfants et les familles à risques.